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Fotos (Fotoleiste oben): Roland Voigt

Im Rathaus Mainz, November 2017 - „Gut zu wissen! - Aktuelles zum Behinderten Testament“

 

Mainz, Rathaus, Valencia-Zimmer, Do 9.11.2017, 19 Uhr -
der siebte Themenabend


In bewährter Aufstellung hat wieder Frau Rechtsanwältin Inge Lohmann aus Frankfurt referiert, ihre Vorträge und ihre Beratungstage in der Geschäftsstelle unserer Stiftung und der Lebenshilfe Mainz-Bingen e.V. finden sehr großen Anklang.

Der Lebenshilfe Betreuungsverein hat wieder über Aktuelles berichtet und uns Tipps und Problemstellungen aus dem Alltag vorgestellt.

Im Rathaus Mainz, Nov. 2016 - „Ihr Behindertentestament - Was Sie unbedingt vermeiden sollten“

Mainz, Rathaus, Mi 2.11.2016, 19 Uhr, Haifa-Zimmer -
der sechste Themenabend

Die häufigsten Fragen rund um das Behindertentestament, die Vermeidung von Stolpersteinen, sowie die Testamentsvollstreckung, waren die Themen von Frau Lohmann. Über Aktuelles und Alltägliches hat uns der Betreuungsverein der Lebenshilfe Mainz-Bingen berichtet.

Pilotprojekt zum Einsatz von iPads in der Lebenshilfe gestartet!

Ein neues Unterstützungsprojekt, der Stiftung Lebenshilfe Mainz-Bingen schafft völlig neue Möglichkeiten für Menschen mit Behinderungen. Das Pilotprojekt in Rheinland Pfalz zielt auf die Lern- und Alltagsunterstützung mittels Tablets ab.

Studien haben bereits bewiesen, dass die interaktive und intuitive Benutzeroberfläche des iPads eine große Unterstützung des Lernprozesses für Menschen mit Behinderungen darstellt. Das Tablet macht es Menschen mit geistigen Behinderungen leichter, neue sprachliche oder auch motorische Fähigkeiten zu erwerben. Menschen die motorische Beeinträchtigungen haben oder aber nicht sprechen können, haben auf diese Weise eine Möglichkeit sich ihrer Umwelt mitzuteilen. So können die Menschen sich auch dann mitteilen wenn das Gegenüber der Gebärdensprache nicht mächtig ist. Diese Möglichkeit der Teilhabe am alltäglichen, öffentlichen Leben war es, die Initiator Michael Hartwig besonders bewegt hat, das Projekt ins Leben zu rufen. Da die Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ein klares Ziel der Lebenshilfe ist, fiel die Entscheidung für dieses Projekt schnell.

Die Stiftung Lebenshilfe Mainz-Bingen hat die beiden Erwachsenen, die sich bisher für das Projekt beworben haben bereits entsprechend unterstützt. Nicht nur das Tablet und der Internetzugang mussten bereitgestellt werden, auch die entsprechenden Apps für die sogenannte unterstützte Kommunikation wurden installiert. Die betreffenden Menschen können aufgrund ihrer Behinderung nicht sprechen und haben außerdem motorische Einschränkungen. Für sie wurde spezielles Zubehör angeschafft, welches die Benutzung möglich macht. Die Stiftung bezuschusst sowohl die nötige Soft- und Hardware als auch die notwendigen zusätzlichen Kosten des Internetzugangs und des Zubehörs.

Unterstützt wird das Projekt von der Mainzer Firma ergo sum e.K. Diese sorgt für die Beschaffung der Tablets und übernimmt den Support. Außerdem werden die Betreuer und Teilnehmer im Umgang mit den Tablets geschult.

Die wissenschaftliche Evaluation des Projekts findet unter der Leitung von Prof. Dr. Evelyn Heinemann, aus dem Fachbereich Sonderpädagogik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz statt. Diese ist von dem Nutzen des Projektes fest überzeugt.

Die Stiftung Lebenshilfe Mainz-Bingen würde sich über weitere Interessenten für das Projekt freuen.

Im Rathaus Mainz, Nov. 2015 - „Alles gut geregelt?!“

Mainz, Rathaus, Do 5.11.2015, 19 Uhr, Haifa-Zimmer -
der fünfte Themenabend

Als bewährte Referentin konnten wir wieder Frau Rechtsanwältin Inge Lohmann aus Frankfurt gewinnen, ihre Vorträge und ihre Beratungstage in der Geschäftsstelle unserer Stiftung und der Lebenshilfe Mainz-Bingen e.V. fanden sehr großen Anklang. Seit 20 Jahren ist Frau Lohmann spezialisiert auf die Themen "Erben und Vererben, Schenken und Stiften". Mit Leidenschaft setzt sie sich dafür ein, dass ihre Mandanten eine maßgeschneiderte Lösung erhalten.

Benefizkonzert mit Elmar Bartel und der Comitolo-Big-Band m 17. Oktober in der Showbühne war ein grandioser Erfolg!

17.10.2015, 20 Uhr, in der Showbühne Mainz

Zu Gunsten der Stiftung Lebenshilfe Mainz-Bingen gab unser Kuratoriumsvorsitzender Elmar Bartel an seinem Geburtstag als Moderator und Gesangsolist, begleitet von der Comitolo-Bigband aus Limburg ein Benefiz-Konzert. Die Band besteht aus 18 ehrenamtlichen Musikern. Dazu kam der begnadete Jazzpianist Kuno Schmid aus Stuttgart.

Das musikalische Thema des Abends war klassischer Swing im Stil von Count Basie und Frank Sinatra.

Vor fast ausverkauften Rängen wurde das vielseitige professionell dargebotene Programm begeistert aufgenommen. Nach über drei Stunden gab es frenetischen Beifall, Standing Ovations und viele Zugaben.

Wer nicht dabei war, kann es nur bedauern.

http://www.comitolo.de/

http://kunoschmid.de/ 

http://www.showbuehne-mainz.de/index.php/component/k2/item/208-big_band_benefiz_mit_elmar_Bartel

http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/nachrichten-mainz/zu-jedem-song-eine-kleine-geschichte_16297011.htm

Eveline Häusler neu im Stiftungs-Vorstand

Am 23. März 2015 wählte das Stiftungskuratorium die vormalige Geschäftsführerin der Lebenshilfe Mainz-Bingen GmbH in den Stiftungsvorstand. In der neuen Funktion wird sie Ansprechpartnerin für all diejenigen sein, die über eine Zuwendung an die Stiftung der Lebenshilfe Mainz-Bingen nachdenken oder über das eigene Leben hinaus ihre Angehörigen mit geistiger Behinderung unterstützen wollen.

Sie erreichen Frau Häusler über die Geschäftsstelle der Stiftung Lebenshilfe Mainz-Bingen oder direkt per Handy unter der Nr. 0171 719 33 27.

Im Rathaus Mainz, Nov. 2014 -„Unsere-Sorglos-Pakete“ – Stiftungs-Service für Sie!

Mainz, Rathaus, 5.11.2014, 19 Uhr - Wir laden zum vierten Themenabend herzlich ein. Frau Rechtsanwalt Inge Lohmann aus Frankfurt, deren Vortrag und beiden Beratungstage im letzten Jahr in der Geschäftsstelle unserer Stiftung und der Lebenshilfe Mainz-Bingen e.V. sehr großen Anklang fanden, wird uns wieder als Referentin zur Verfügung stehen.

Der Lebenshilfe Betreuungsverein wird über seine Arbeit berichten und uns Tipps und Problemstellungen aus der Alltagspraxis vorstellen.

Auf Ihre Teilnahme freuen wir uns und bitten darum sich bis Montag, den 3.11.14, in der Verwaltung anzumelden.

Im Rathaus Mainz, Okt. 2013 - Verantwortungsvolles Vererben - wie sichern Sie die Zukunft Ihres Kindes?

Mainz, Rathaus, 9.10.2013, 19 Uhr - Mehr noch als alle anderen benötigen Familien eine tragfähige Regelung, wenn in Ihrem Kreis ein Mensch mit Behinderung lebt. Insbesondere Eltern eines hilfsbedürftigen Kindes werden von der Sorge getrieben, ihr Kind nach ihrem Ableben bestmöglich versorgt zu wissen. Hier gilt es, zusätzliche Sicherheit für den behinderten Menschen zu schaffen und die Weichen der Vermögensnachfolge rechtzeitig zu stellen.

Die Eltern stehen dabei oftmals in einem schwierigen Interessenkonflikt: Zum einen soll die Versorgung des Kindes nach Möglichkeit deutlich über dem Sozialhilfeniveau sichergestellt werden; zum anderen soll eine Anrechnung der Zuwendungen aus dem elterlichen Nachlass auf die Sozialhilfeleistungen gerade nicht erfolgen.

Die Eltern von Kindern mit einer Behinderung sollten daher beizeiten ein gut durchdachtes Testament verfassen.

Das ist die wichtigste Erkenntnis, die die zahlreichen Zuhörer des Informationsabends zum Thema „Verantwortungsvolles Vererben - wie sichern Sie die Zukunft Ihres Kindes?“ mit nach Hause nehmen konnten. Veranstalter war wieder die Stiftung Lebenshilfe Mainz-Bingen, die Eltern von Kindern mit Behinderung in den vergangenen Jahren damit zum dritten Mal zu einem interessanten Vortrag ins Mainzer Rathaus eingeladen hatte.

Als „nicht befreiten Vorerben“ einsetzen

Die Frankfurter Rechtsanwältin Inge Lohmann befasst sich seit 20 Jahren mit der Abfassung von passgenauen Testamenten. Sie riet den Anwesenden, ein so genanntes „Behindertentestament“ zu verfassen. Darin wird der Sohn oder die Tochter mit einer geistigen oder mehrfachen Behinderung als „nicht befreiter Vorerbe“ eingesetzt. Der Betreffende kann dann zwar nicht über die Substanz des Erbes verfügen, aber er kommt bei richtiger Gestaltung uneingeschränkt in den Genuss der Erträge. Zu seinem Schutz wird für ihn eine lebenslange Testamentsvollstreckung angeordnet.

Wie diese Testamentsgestaltung im Einzelnen aussehen sollte, variiert von Fall zu Fall. Unbedingt vermeiden solle man das von vielen Ehepaaren bevorzugte „Berliner Testament“, in dem der überlebende Ehegatte zum Vollerben und die Kinder zu Schlusserben ernannt werden. Bei einer solchen Regelung würden nämlich beim Ableben des ersten Elternteils die Kinder enterbt, was sofort den Sozialhilfeträger auf den Plan riefe. Der würde für das Kind mit Behinderung den Pflichtteil fordern und für sich beanspruchen - sofort in bar zu zahlen. Die Juristin riet daher den Eltern behinderter Kinder dringend, sich von einem Rechtsanwalt für Erbrecht beraten zu lassen.

Stiftung verhilft zu einem erfüllten Leben in der Gemeinschaft

Habe man den Sohn oder die Tochter als „nicht befreiten Vorerben“ eingesetzt, sollte man im gleichen Zug auch einen Nacherben benennen. Seien keine weiteren Geschwister vorhanden, käme dafür auch eine Stiftung in Frage - beispielsweise die Stiftung Lebenshilfe Mainz-Bingen. Sie unterstützt - wie ihr stellvertretender Vorsitzender Wilfried Mönch erläuterte - Menschen mit geistiger und Mehrfachbehinderung, um ihnen zu einem erfüllten Leben in der Mitte der Gemeinschaft verhelfen. Seit ihrem Bestehen hat sie bereits 17 Maßnahmen für 16 Einzelpersonen und zwei Wohngemeinschaften mitfinanziert. Zuschüsse wurden unter anderem für Freizeiten, therapeutische Hilfsmittel und Hausrat gewährt.

Barbara Mümpfer

Im Rathaus Mainz, Nov. 2012 - Patientenvorsorge durch Vorsorgevollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung

6. November 2012 - Ein Patient hat das Recht, selbst zu bestimmen, welche medizinische Behandlung er wünscht und welche er ablehnt. Das gilt auch für Menschen mit geistiger Behinderung. Ein Betreuer ist daher gehalten, den Willen des Betroffenen so gut wie möglich zu erkunden und im Krankheitsfall entsprechend zu entscheiden. Das ist das wichtigste Ergebnis einer Informationsveranstaltung, zu der die Stiftung Lebenshilfe Mainz-Bingen am 6. November ins Mainzer Rathaus eingeladen hatte.

Wie schon bei ihrer Veranstaltung zum Thema „Testamentsgestaltung bei behinderten Kindern“ im Jahr zuvor, stieß die Stiftung auch mit dem Thema „Patientenvorsorge durch Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung“ auf reges Interesse. Mehr als 80 Zuschauer lauschten interessiert den Ausführungen der Ärztin und Geschäftsführerin der Mainzer Hospizgesellschaft, Hella Seitz, und des Rechtsanwalts Thomas Busch und zeigten durch ihre Fragen, wie groß das Interesse an diesem Thema ist.

Umfangreiche Vorgaben für Ärzte und Betreuer

Der Bundestag hat 2009 im Betreuungsrecht neben der bereits geregelten Vorsorgevollmacht und der Betreuungsverfügung die Patientenverfügung fest verankert und ihr eine zentrale Stellung zugeordnet. Im Paragrafen 1901a und 1901b des Bürgerlichen Gesetzbuches (http://dejure.org/gesetze/BGB/1901a.html) wurden umfangreiche Vorgaben für Ärzte und Betreuer festgelegt, die dem Patienten das Recht auf Selbstbestimmung einräumen.

Die wichtigsten Erkenntnisse für Angehörige und Betreuer an diesem Abend dürften gewesen sein:

- Eine Patientenverfügung kann nur aufsetzen, wer volljährig und einwilligungsfähig ist. Das heißt, er muss Begriffe wie „Koma“ oder „künstliche Beatmung“ verstanden haben und in der Lage sein, abzuwägen, ob er lebensverlängernde Behandlungen wünscht oder nicht. Für Betreuer, die diese Wünsche erfragen möchten, hält die Internetseite www.foerderverein-bonn-beuel.de eine Hilfestellung zum Thema "Patientenverfügung in einfacher Sprache" bereit, die kostenlos heruntergeladen werden kann.

- Einwilligungsfähige Volljährige können sowohl eine Patientenverfügung, als auch eine Vorsorgevollmacht und eine Betreuungsverfügung selbst schriftlich aufsetzen. Die Dokumente müssen nicht handschriftlich verfasst, aber datiert und unterschrieben sein. Sie brauchen keine Bestätigung durch einen Notar und können jederzeit widerrufen werden. Gute Vorlagen finden Interessierte nach den Worten von Hella Seitz auf den Internetseiten des Mainzer Universitätsklinikums unter
http://www.unimedizin-mainz.de/ethikkomitee/patientenverfuegung.html und des Bayerischen Justizministeriums unter http://www.justiz.bayern.de/buergerservice/fachinfos/lexikon/00115/index.php

- Alle drei Vorsorgeverfügungen können in einem Schriftstück kombiniert werden. Sinnvoll ist beispielsweise die Kombination von Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht.

- Niemand kann jedoch zur Abfassung einer Patientenverfügung verpflichtet werden. Die Errichtung oder Vorlage einer Patientenverfügung darf nicht zur Bedingung eines Vertragsabschlusses gemacht werden - beispielsweise bei Bezug eines Wohn-, Pflege- oder Seniorenheimes.

Die Vorsitzende der Stiftung Lebenshilfe Mainz-Bingen, Elisabeth Ossendorf, hatte zu Beginn der Veranstaltung die Anwesenden begrüßt und von den drei letzten Jahren berichtet, bisher habe die Organisation alle Anträge auf Hilfe und Unterstützung positiv beantworten können.

Hella Seitz, Ärztin

verheiratet, 4 erwachsende Töchter
Seit 1995 ehrenamtlich in der Hospizarbeit, seit 2000 auch hauptamtlich (5 Jahre als Hospizbegleiterin, 11 Jahre stellvertretende Vorsitzende, seit 12 Jahren Bildungsreferentin, seit 2 Jahren auch Geschäftsführerin)

kontakt[at]mainzer-hospiz.de

Telefon: 0 61 31 / 23 55 31

Mainzer Hospiz
Weißliliengasse 10
55116 Mainz

RA Thomas Busch

Magister der Verwaltungswissenschaften
Studium der Rechtswissenschaften in Mainz, Referendariat u.a. in Kairo, seit 1987 Rechtsanwalt in Mainz (www.rabusch-mz.de) mit Schwerpunkt u.a. im Erbrecht.

kanzlei[at]rabusch-mz.de

+49 (0) 6131 / 96 96 6-0

Rechtsanwälte Busch & Burger
Hauptstraße 112
55120 Mainz


Im Rathaus Mainz, Okt. 2011 - Kinder mit Behinderung gut absichern

Die Frage, wie man einem Kind mit einer Behinderung auch nach dem Tod der Eltern noch ein gewisses Maß an Lebensqualität sichern kann, scheint für viele Mütter, Väter und Geschwister enorme Bedeutung zu haben. Das Valencia-Zimmer des Mainzer Rathauses war am 26.10.2011 jedenfalls beinahe vollständig gefüllt, als die Stiftung Lebenshilfe Mainz-Bingen am Mittwoch über die Testamentsgestaltung bei behinderten Kindern informierte. Die Besucher suchten vor allem nach einem legalen Weg, um ihren – meist auf staatliche Unterstützung angewiesenen – Verwandten ein Erbe zukommen zu lassen, von dem Wünsche erfüllt werden können, die das Sozialhilfeniveau übersteigen.

Mit dem Notar Professor Dr. Christopher Keim hatte die Stiftung einen Fachmann gefunden, der nicht nur im Erbrecht versiert ist, sondern dessen Möglichkeiten und Fallstricke auch Laien gut nahebringen kann. Nach seinen Worten gibt es mehrere Testamentsvarianten, mit denen man den Zugriff des Staates auf das Erbe eines Menschen mit Behinderung verhindern kann. „Und zwar völlig legal, da sie und Ihre Angehörigen ja schon lebenslang benachteiligt sind, wäre der Verlust der Mittel eine zusätzliche Ungerechtigkeit“, betonte der Jurist. Diese Möglichkeiten seien nicht sittenwidrig und auch vom Bundesgerichthof in mehreren Urteilen als rechtmäßig anerkannt.

Nach Professor Keims Worten besteht die Lösung weder in einer Schenkung noch im Enterben des Betroffenen. Die Eltern sollten vielmehr für das Kind mit Behinderung einen Testamentsvollstrecker einsetzen, so dass der Erbe selbst keinen Zugriff auf sein Vermögen habe. Der Testamentsvollstrecker dürfe das Geld nur für Dinge ausgeben, die die Lebensqualität des Betroffenen erhöhen – wie etwa eine besondere medizinische Behandlung oder einen Urlaub mit Betreuung. „Es geht keinesfalls um Luxus“, sagte Professor Keim, „Es geht nur darum, dem Menschen mit Behinderung weiterhin das Leben zu ermöglichen, das er vor dem Tod seiner Eltern auch leben durfte“.

Mit dem Einsetzen eines Testamentsvollstreckers, der nicht unbedingt auch der Betreuer sein müsse, sollte die Festlegung eines Nacherben Hand in Hand gehen, fügte der Notar hinzu. Auf diese Weise könne man sicher gehen, dass das Familieneigentum auch weiterhin in Händen der Familien bleibe.

Die Zuhörer waren dankbar für die Ausführungen und die Bereitschaft des Juristen, auch ihre weitergehenden Fragen ausführlich zu beantworten. Elisabeth Ossendorf, Vorstandsvorsitzende der Stiftung, hatte sie zuvor begrüßt und deutlich gemacht, dass sie bei der Stiftung Lebenshilfe Mainz-Bingen in Sachen die Lebensqualität eines Menschen mit Behinderung auch nach dem Tod der Eltern zu erhöhen, kompetente Ansprechpartner finden.